Die Themen für das automotiveIT Forum 2017

Christian Will

Leiter Hauptabteilung Produktionsentwicklung
Porsche AG

Porsche Produktion 4.0 – keine Revolution sondern eine Evolution

Die Porsche Produktion 4.0 ist eine konsequente Evolution unseres bestehenden Porsche-Produktionssystems. Insbesondere ist „4.0“ kein finaler Zustand, sondern vielmehr eine kontinuierliche Entwicklung mit Hilfe des Einsatzes neuer Technologien. Mit der Porsche Produktion 4.0 steuern wir in die Fertigung der Zukunft: Sie ist ein Leitfaden zur effizienten Weiterentwicklung der Produktion und vernetzt Anwendungsfälle aus der digitalen und physischen Welt. Der Mensch steht im Mittelpunkt, die Digitalisierung und Vernetzung wirken als Assistenzsysteme. Smart und ganz wichtig ist zudem das Thema Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der Fabrik. Porsche setzt hier auf intelligente Lösungen entlang des Produktionsprozesses, um nicht nur der profitabelste Automobilhersteller der Welt zu sein, sondern auch einer der innovativsten und nachhaltigsten.

Dr. Christian Patron

Leiter Innovationen und Digitalisierung im Produktionssystem
BMW Group

„Industrie 4.0“ – Chancen der Digitalisierung im BMW Produktionssystem

 Nach dem Motto „THE NEXT 100 YEARS“ prägt die BMW Group die Zukunft der Mobilität mit. In der einhundertjährigen Unternehmensgeschichte war die Innovationsfähigkeit immer wieder ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Das Marktsegment der Premiumautomobile wird auch in Zukunft überdurchschnittlich wachsen. In diesem Segment gilt es, den Wunsch der Kunden nach hochinnovativen und hochindividuellen Produkten zu erfüllen und gleichzeitig in allen kundenorientierten Geschäftsprozessen – von der Produktentstehung über die Auftragsabwicklung bis hin zum Service – wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zu schaffen. Deshalb durchläuft auch das BMW Produktionssystem einen strukturierten Veränderungsprozess, den der Mensch prägt und gestaltet.

Gerade in der digitalen Transformation gilt es, die vielfältigen technologischen Möglichkeiten zu wirksamen Umsetzungen in die Produktion zu integrieren. Dabei bilden die Prinzipien der schlanken Produktion, die im Zeitalter der Digitalisierung sogar noch weiter an Bedeutung gewinnen, das Fundament. Ein wesentliches Ziel der Digitalsierung in der Produktion ist die Erschließung zusätzlicher Effizienzpotentiale und eine weitere Steigerung der Flexibilität, auch gilt es die steigenden Komplexität in der Produktion besser zu beherrschen. Ein  konsequentes Managementsystem schafft hierfür die Voraussetzung.

Prof. Dr. Sabine Pfeiffer

Lehrstuhl für Soziologie
Universität Hohenheim

Wer „macht“ eigentlich Industrie 4.0?

Einzelne Software-Lösungen kann man von der Stange kaufen, Industrie 4.0 nicht. Vom 3D-Druck zu kollaborativen Robotern, vom Internet der Dinge bis zu Deep Learning, von Big Data bis zum autonomen System: Industrie 4.0 ist ein Bündel an vielfältigen Technologien mit unbegrenzten Optionen. Nur wer Innovationsfähigkeit mit Strategie und Kreativität mit Bewusstsein für die eigenen Stärken verbindet, wird sinnvolle Lösungen für das eigene Unternehmen und einzigartige Ideen für innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Wer aber „macht“ Industrie 4.0? Geht das mit den bisherigen Kompetenzen und Organisationsformen? Ist der CDO aus dem Silicon Valley die Rettung? Die eigentliche, eigenständige und einmalige Innovationsquelle der Branche gibt es längst. Der Vortrag zeigt welche unterschätzte wie unschätzbare Innovationsressource die deutsche Automobilindustrie hat und wie mit ihr Industrie 4.0-Lösungen auf die Straße kommen können, mit denen Sie auch übermorgen noch wettbewerbsfähig sind. 

Dr. Tarek Mashhour

Leiter Zentralfunktionen Produktion im Geschäftsbereich Produktion und Logistik
AUDI AG

Die modulare Audi Smart Factory

Wie gestaltet ein Premium-Automobilhersteller die Produktion der Zukunft? Die Antwort von Audi auf diese Frage ist die Smart Factory: Eine dank der Digitalisierung vollständig vernetzte, intelligente Fabrik. Auf dem Weg dorthin hat Audi bereits viele Herausforderungen erfolgreich gemeistert. In seinem Vortrag zeigt Dr. Tarek Mashhour, bei Audi verantwortlich für die Digitalisierung der Produktion, den Status Quo und erklärt, wie sich die Werke des Audi-Konzerns in den kommenden Jahren weiter verändern werden, was dies für das Unternehmen und für die Mitarbeiter bedeutet. Eine weitere zentrale Rolle dabei spielt die Modularisierung der Fabrik, also etwa die Abkehr vom Fließband hin zur modularen Produktion mittels Fertigungsinseln. Dr. Mashhour veranschaulicht, welche Technologien dazu notwendig sind und wie die modulare Smart Factory Effizienz und Flexibilität im Automobilbau steigert.

Dr.-Ing. Benjamin Kuhrke

Projekt Ingenieur Advanced Manufacturing Technologies

und

Hans-Juergen Grundig

IT Manager Vehicle Solutions OV
Adam Opel AG

Smart Factory @ Opel

Seit einigen Jahren betreibt die Adam Opel AG, eingebettet im globalen GM Verbund, in ihren Produktionsstätten eine Transformation zur Smart Factory. Es wurde früh erkannt, dass nach der Lean Manufacturing Welle, weitere Verbesserungspotenziale in der Digitalisierung und Vernetzung liegen, weswegen begonnen wurde, konzernweit die Zusammenarbeit von IT, Fertigungsplanung, Fertigung und Supply Chain auf ein neues Niveau zu heben. So entstanden interdisziplinäre Teams, die sich mit entsprechenden Strategien auseinandersetzen, vor allem aber auch ein enormes Bündel von Projekten auf den Weg gebracht haben, das sämtliche Facetten der Smart Factory widerspiegelt. Neben Business Intelligence Lösungen und Data Analytics Projekten zur Verbesserung von Produktivität, Qualität und Verfügbarkeit, werden Themen wie die smarte Automatisierung genauso vorangetrieben, wie  der Bereich Smart Wearables oder Smart Safety.

Dr. Walter Heibey

Associated Partner
MHP Management- und IT-Beratung GmbH

Digitalisierung einer dynamischen Fertigung

Getrieben durch die stets wachsenden technischen Möglichkeiten besteht eine der Hauptchancen der Digitalisierung der Produktion in der grundsätzlichen Änderung von Prozessen. Hier sollen die Möglichkeiten und Herausforderungen einer Dynamisierung der Produktion dargestellt werden. Grundvoraussetzung dazu ist die Standardisierung der Anlagenanbindung, die Integrationsaufwände reduziert und sich stabilisierend auf Digitalisierungsprojekte der Fertigung auswirkt. Darauf aufbauend soll ein Konzept „Eingebetteter Autonomie“ für intelligente Maschinen vorgestellt werden, welches die Voraussetzung für eine weitergehende Flexibilisierung ist. Unter enger Einbindung Fahrerloser Transportsysteme lassen sich somit dynamische Vorranggraphen realisieren, was allerdings eine mächtige Steuerungslogik erfordert und den Übergang zu einer algorithmischen Produktion darstellt. Die daraus resultierenden Anforderungen an Systeme werden in diesem Vortrag diskutiert. Kennzeichnend für eine erfolgreiche Umsetzung ist jedoch ein integrativer Ansatz unter Berücksichtigung aller relevanten Prozesse aus Produktentstehung, Fertigung und Logistik.

Michael Ulverich

Leiter Production Truck
MAN Truck & Bus AG

Die modulare Fabrik und die Anforderungen an die Logistik

Das Konzept der modularen oder wandelbaren Fabrik löst immer mehr das bisherige statische Fabrikkonzept ab. Bisher wurden bei unerwartet auftretenden Einflüssen und Umweltveränderungen die Fabriken entweder suboptimal betrieben oder teuer an die neuen Zustände angepasst. Der immer schnellerer Wandel, ein hoher Grad an Individualisierung und die Marktschwankungen erfordern mehr Volumen-Flexibilität. Vor allem mit dem elektrischen Antrieb stehen die Nutzfahrzeugbauer nun vor der Herausforderung, die Produktion völlig neuer Fahrzeugkonzepte in die bestehenden Montageprozesse zu integrieren.  Von der Modularisierung versprechen sich viele Unternehmen einen wichtigen Effizienzschub. Um diese Effizienz zu heben, entstehen  auch neue Anforderungen an die Logistik. MAN will zukünftig aus acht Modulen produzieren. Damit einher geht ein Umdenken bei den anschließenden Logistikkonzepten.

Tomas Rais

Leiter des Bereiches der Logistikplanung und der Systemunterstützung
ŠKODA-AUTO

LOGISTIK ŠKODA-AUTO – Innovativ & Global

Aktuell ist Škoda nicht nur ein lokaler Betrieb, der an Standorten in Tschechien tätig ist, sondern ein globales Unternehmen, das in China, Russland, der Slowakei und in Indien vor allem in Zusammenarbeit mit den Partnern aus dem Konzern produziert und zugleich in der Ukraine und in Kasachstan mit lokalen Playern kooperiert.
Wenn wir über Innovationen sprechen, dann sprechen wir nicht nur über technologische Lösungen, sondern auch über effektive Prozesse und nicht zuletzt über unsere Mitarbeiter. Zugleich sprechen wir über smarte Produkte, smarte Gebäude oder Smart Mobility. Wir sprechen über unseren Fokus auf Smart Logistics als einen Teil der Smart Factory.
Unser Ziel ist Simply Clever Logistics – basierend auf Digitalisierung, Smart Systems, Automatisierung und anderen Hightech-Lösungen. Zu den Prioritäten zählen die Steigerung der Effektivität, eine verbesserte Profitabilität, die Schaffung transparenter Prozesse und die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter. Škoda verfolgt in diesen Bereichen neue Trends, realisiert Pilotprojekte und überträgt diese sukzessive in langfristige Projekte.

Martin Dubé

Global Senior Director, Manufacturing Practice, Digital Transformation Group
Cisco

Digital Transformation in Automotive

Creating a secure, connected technology platform to power today’s requirements and enable future innovation.
There is little doubt that digital tools and technologies have already begun to disrupt the Automotive sector, which is under pressure to keep pace with the rapid changes digitization has heralded, or risk being left behind.
The stakes are clearly high, but the risks and rewards are unevenly distributed.
In order to better understand the opportunity and accelerate digital transformation, Cisco co-founded the Global Center for Digital Business Transformation. This collaboration resulted in the development of research-based roadmaps for digital transformation.
This insight allows Cisco to work with customers across the Automotive sector to understand the steps they can take on the factory floor and across the supply chain, to increase their rewards and decrease their risks.
Cisco outlines the digital business transformation process in clear terms, defining the journey that organizations must undertake to avoid disruption, realize the benefits of transformation, and extract the most value from digital technologies and business models.

Nikolai von Loeper

Geschäftsführer
Kinexon

KINEXON Echtzeit-Lokalisierung und Bewegungserfassung

Das Internet der Dinge steht für die Vision, dass in der Zukunft Objekte vollständig automatisch miteinander interagieren werden. Dies wird die Effizienz von Produktions- und Logistikprozessen steigern. Um diese Vision zu verwirklichen, muss man wissen, wo und in welchem Status sich die Objekte zu jeder Zeit befinden. KINEXON ermöglicht das Internet der Dinge mit intelligenten Daten und Analysen über die Position, Bewegung und den Status von Objekten und Personen. Wir bieten Systeme zur zentimetergenauen Lokalisierung und Bewegungserfassung von Objekten und Personen. Unsere Schlüsseltechnologie wird von renommierten Kunden für verschiedene Anwendungen in der Produktion und Logistik eingesetzt, darunter Asset Tracking, Navigation von fahrerlosen Transportsystemen und Prozessüberwachung. Durch die neuartigen Einblicke helfen wir unseren Kunden, ihre Prozesse in puncto Qualität, Kosten und Zeit zu optimieren.

Christoph Neye

Business Development
Cynatix

Die Zukunft der automobilen Vernetzung – Wie die Lücke zwischen Fuhrpark-Management und Werkstatt geschloßen wird

Bisher mussten Fahrzeuge immer erst in die Werkstatt, bevor festgestellt werden konnte, was zu tun ist. cynatix bringt Monitoring zum Fahrzeug wie man es bisher nur aus IT-Umgebungen kennt und bietet dabei Metriken, die über eOBD hinaus gehen. Wie man die Vorteile einer permanenten Vernetzung für die Optimierung von Fahrzeugen nutzen und implementieren kann und welche technischen Methoden einen entscheidenden Vorteil verschaffen können, wird anhand von Beispielen aus der Praxis dargestellt.

Leon He

Präsident Huawei Enterprise Business Group Western Europe

Leading New ICT, Enabling Automotive Digitalization

Huawei contributes a great deal to the digitalization of the automotive value chain. We observed the trends and their impacts on the automotive market. Our answer: ROADS to digitalization. We are encouraging the industry to adopt a Real-time, On-demand, All-online, DIY, and Social experience as a key standard for success in digital transformation. Huawei’s core technologies and innovations include connectivity, cloud computing & edge computing, autonomous driving, connected car platform, AI & Machine Learning. Additionally, we will introduce how we embrace digitization by building a new production factory.

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